Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque
“Im Westen nichts Neues” ist ein Anti-Kriegsbuch, welches den Sinn und Unsinn eines Krieges und die psychische Belastung des Soldaten aufzeigt. Ich empfehle dir die komplette Arbeit herunterzuladen, weil ich hier nur ein paar Auszüge wiedergebe.
Inhaltsverzeichnis
Autor: Erich Maria Remarque
Erich Maria Remarque ist am 22. Juni 1898 in Osnabrück (Deutschland) geboren worden und starb 1970 in der Schweiz nach dem Krieg. Sein richtiger Name lautet Erich Paul Remark. Nachdem der Sohn eines Buchhändlers sich in verschiedenen Berufen versucht hatte, arbeitete er als Journalist. Im Jahre 1916 war er Soldat und stand 1917 im Einsatz an der Westfront. Nach dem Welterfolg seines 1929 erschienen Romans "Im Westen nichts Neues" arbeitete er als freier Schriftsteller in Berlin. Ab 1932 lebte er in der Schweiz und ab 1939 in der USA. Seine Bücher wurden 1933 in Deutschland verbrannt. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges lebte er seit 1948 wieder in der Schweiz.
Zusammenfassung
"Das Buch soll weder eine Anklage noch ein Bekenntnis sein. Es soll nur den Versuch machen, über eine Generation zu berichten, die vom Kriege zerstört wurde - auch wenn sie seinen Granaten entkam." schreibt Remarque im Vorwort.
Inhalt
Die neunzehnjährigen Schulabgänger müssen von der Schulbank weg in den Krieg. Ihr Klassenlehrer Kantorek hat so lange auf die Jungen eingeredet, bis sich die ganze Klasse freiwillig beim Bezirkskommando zum Kriegsdienst meldet.
Zehn Wochen lang werden sie in einer Kaserne auf ihren Fronteinsatz vorbereitet. Albert Kropp, V. Müller, Franz Kemmerich und die Hauptfigur Paul Bäumer kommen unter den Befehl des ehemaligen Briefträgers und jetzigen Unteroffiziers Himmelstoss, der sie schikaniert. Aber durch das gemeinsame Leid und die erduldeten Ungerechtigkeiten werden aus den Rekruten Kameraden, die auch an der Kriegsfront fest zusammenhalten.
Die Lobreden auf Vaterland, Sieg und Ehre, die sie in der Schule gehört hatten, brechen vor der Wirklichkeit des Kriegs zusammen. Sie überstehen Grabenkämpfe, in denen ihre Kompanie zur Hälfte getötet wird.
Nach der Ablösung aus der Front sitzen die Kameraden im Lazarett am Bett ihres sterbenden Kameraden Franz Kemmerich, dem eine Granate die Beine so zerfetzte, dass sie amputiert werden mussten. Die zweite Kompanie erhält nach der Rückkehr an die Front Ersatzsoldaten. Es sind teils fast noch Kinder. Die hilflosen Rekruten bekommen den Grabenkoller vor Todesangst und fallen als Angreifer im Trommelfeuer der Verteidiger. Von 150 Mann kehren nur 32 vom Fronteinsatz zurück.
Paul wird verletzt und erhält Erholungsurlaub. Zu Hause besucht er seine alte Schule. Als er dort die Wahrheit über das kommandierte Blutvergiessen erzählt, muss er sich dafür als Feigling schmähen lassen. Enttäuscht kehrt er zurück an die Front.
Im Sommer 1918 fällt sein kampferprobter und menschlicher Kompanieführer Katczinsky. Die Deutschen können den angreifenden Truppen nur noch wenig Widerstand entgegensetzen. Bereits munkelt man von Waffenstillstand und Friedensschluss. Von den sieben Klassenkameraden ist nur noch Paul am Leben. Im Oktober 1918 herrscht Ruhe an der gesamten Westfront. Der Wehrmachtsbericht des deutschen Heereshauptquartiers lautet: "Im Westen nichts Neues." Paul zeichnet im Schützengraben einen Vogel - und wird dabei von einer feindlichen Kugel getroffen und getötet, ein weiteres sinnloses Opfer in einem sinnlosen Krieg.
Thema
Es ist ein zeit- und gesellschaftskritisches Buch. Der Antikriegsroman "Im Westen nichts Neues" räumt gründlich auf mit dem Heldentum und der Kriegs- und Siegeslust, welche neben der Bündnispolitik zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges geführt hatten. Der Roman wurde 1930 verfilmt und dadurch weltberühmt.
Sprache
Der Text ist einfach und in Alltagssprache formuliert. Allerdings verwendet er zum Teil Fachausdrücke aus dem Militär und aus der Soldatensprache. Die Personen in der Geschichte sprechen sehr schroff und lassen den Leser direkt am Geschehen teilnehmen. Die Monologe von Paul Bäumer führen über die Handlung hinaus zum Nachdenken über Sinn und Unsinn des Krieges.
Der Autor verwendet einen kurzen, einfachen und klar verständlichen Satzbau. Auch die persönlichen Betrachtungen von Paul Bäumer bleiben gut verständlich. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive geschrieben und beschreibt den Hergang und die Personen ausführlich, dadurch baut der Leser eine Beziehung zu ihnen auf: Sie werden wie seine Kameraden, er empfindet und denkt mit ihnen. So wird aus dem anonymen Kriegsgeschehen ein persönliches Erlebnis. Im letzten Abschnitt der Geschichte, passiert etwas Besonderes, da der Ich-Erzähler plötzlich durch den Autor ersetzt wird, welcher das Geschehen von Aussen beschreibt.
Absicht des Autors
Der Autor war im Jahre 1916 während des 1. Weltkrieges selbst Soldat und er hat
am eigenen Leibe erfahren, was es bedeutet, einen Krieg zu führen. Das hat ihn dazu bewogen, den Sinn und Unsinn des Krieges mit diesem Buch kritisch aufzuzeigen.
Schlusswort
Ein Buch, welches sich die Frage über den Sinn oder den Unsinn des Weltkrieges stellt!
Ich habe dieses Buch gewählt, weil es kritisch das Thema "Krieg" herangeht. Es ist nicht ein Buch, welches die Gewalt als herrlich und unrealistisch - wie in den meisten Filmen und auch Bücher - darstellt. Die brutalen und grausamen Bilder, die der Autor beschreibt, werden keinesfalls ins Lächerliche gezogen, sondern sie geben ein ergreifendes Zeugnis von der Kriegssituation. Die Tatsache, dass das Buch in Deutschland verboten wurde zeigt, dass Remarque mit seiner Darstellung der Wahrheit nahe kam.