BIO ist gesünder

Wer biologisch angebaute Lebensmittel isst, nimmt mehr Vitaminen zu sich und lebt gesünder. Das Ludwig-Boltzmann-Institut für Biologischen Landbau in Wien hat insgesamt 175 Studien ausgewertet. Ohne Zweifel: Bio ist besser.

Bio ist gesünder

Bei den für die Gesundheit wichtigen Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen schnitten Bio-Früchte und -Gemüse meist besser ab: Biologisch kultivierte Zwiebeln und Kartoffeln verfügen demnach über deutlich höhere Mengen an Mineralstoffen und Spurenelementen. Den sekundären Pflanzenstoffen wird eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Sie wirken antioxidativ und bakterienhemmend, stimulieren das Immunsystem und regulieren den Blutdruck. Auch in der Krebsvorbeugung können sie eine wichtige Rolle spielen.

Biologische Proben von Spinat, Broccoli, Kohl und Jungzwiebeln zeigten eine um mehr als 50 Prozent höhere antimikrobielle Wirkung gegen Salmonellen. Biologischer Kohl und Radieschen auch gegen Vibrio-Bakterien. Die Verwendung von naturfremden, chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und Stickstoffdüngern ist im Biolandbau untersagt. Kein Wunder, dass Bio-Lebensmittel auch bei der Untersuchung von Schadstoffrückständen und Nitratgehalt die Nase vorn haben.

Bio hält länger frisch

Mehrfach wurde festgestellt, dass etwa Bio-Spinat, -Randen und -Kartoffeln länger haltbar sind. Bei der Weiterverarbeitung von Bio-Produkten ist die Zahl der erlaubten Lebensmittelzusatzstoffe auf ein Zehntel der in der konventionellen Lebensmittelverarbeitung zugelassene Stoffe beschränkt. Konservierungsmittel oder Farbstoffe sind gänzlich untersagt.

Bei Geschmackstests erhielten biologische Früchte und Gemüse generell eine bessere Bewertung. Vor allem Bio-Karotten und -Kartoffeln sind aromatischer. Bei einem Vergleich von Idared- und Golden-Delicious-Äpfeln wurde die Bio-Variante eindeutig vorgezogen. Möglicherweise schmecken Bio-Obst und -Gemüse deshalb besser, weil sie weniger schnell wachsen und deshalb weniger Wasser enthalten als konventionelle Produkte. Dadurch wirken die Geschmacks- und Aromastoffe konzentrierter.

Bio macht fruchtbarer

Nicht nur die menschlichen Versuchskaninchen fanden Bio besser. In Futterwahlversuchen bevorzugten Kaninchen, Hühner und Ratten biologisches Gemüse und Getreide. Und die Fruchtbarkeit von Zuchtstieren, Kaninchen, Hühnern und Ratten, die biologisch gefüttert wurden, war erst noch signifikant höher. Es kam auch zu weniger Totgeburten, und die Würfte hatten oft ein höheres Durchschnittsgewicht.

Ähnliches lässt sich auch beim Menschen beobachten. So wiesen biologisch ernährte Männer eine um 30 Prozent höhere Spermienkonzentration auf und die Milch von Frauen, die sich biologisch ernähren, weist einen höheren Gehalt an Omaga-3-Fettsäuren und mehrfach ungesättigten Fettsäuren auf. Allein in den USA werden jährlich mehr Tiere für die Fleischerzeugung geschlachtet, mehr als es Menschen auf Erde gibt. Weltweit werden über 2 Millarden Stall- und Weidetiere sowie über 20 Milliarden Stück Geflügel für die fleischessenden Menschen auf brutale Weise getötet. Und die Zahl der pro Jahr getöteten Fische geht in die Billionen. (In diesen Zahlen sind die jährlich rund 300 Millionen Opfer der grausaamen Tierversuche sowie die vielen Opfer der Pelzindustrie nicht miteingerechnet.)

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Quelle:

WWF Magazin 2/2004