Sozialeinsatz in CHILE
Seit zwei Jahren rede ich bereits davon. Damals habe ich in Südafrika in einem Kinderheim gearbeitet. Meinem Traum für mindestens ein Jahr in einem ärmeren Land einen Sozialeinsatz zu leisten habe ich jahrelang nachgeeifert. Nun ist die Zeit reif; ich fühle mich bereit für das neue Land, eine neue Sprache und die kommende Aufgabe.
Inhaltsübersicht
Plan (aber keine Erwartungen)
Wie auf meiner Karte (rechtes Bild) unschwer zu erkennen ist, habe ich meinen provisorischen Plan bis 2007 angesetzt. Somit weile ich voraussichtlich 1 1/2-Jahre in Südamerika, hauptsächlich in Chile.
Aus Überzeugung fliege ich mit einem freiwilligen Beitrag zum herkömmlichen Flugticket nach Chile. Dank der innovativen und sozialen Organisation myclimate wird versichert, dass der Aufpreis - als myclimate-Ticket (siehe meine Bestätigung) deklariert - in Projekte in Entwicklungsländern fliesst und durch Installationen von zum Beispiel Sonnenkollektoren auf Schulen den CO2-Ausstoss meines Flugs kompensiert wird. Effizient ist das ganze aber nur, wenn möglichst viele Reisende freiwillig den Aufpreis bezahlen. Bevor aber ins Flugzeug gestiegen wird, sollen alternative Verkehrsmittel aber überprüft werden. Ein Flugzeug ist tatsächlich ein fliegendes Tankschiff und eine Drecksschleuder. Mit meinem Beitrag kann ich aber wenigstens etwas sinnvolles bewirken und bei kürzeren Strecken ist für mich klar, dass ich dem Zug oder Bus bevorzuge.
Ich beabsichtige während zwei Monaten in der Hauptstadt Santiago de Chile Spanisch zu erlernen. Ein paar Grundkenntisse konnte ich mir schon aneignen, doch ich hatte nie die Gelegenheit Spanisch zu erlernen wie Englisch oder Französisch. Somit nehme ich mich der dritten Fremdsprache an - der vierten, sofern Hochdeutsch als Fremdsprache bezeichnet wird. Die Sprachschule Tandem Santiago hat mir meine Spanischlehrerin empfohlen. Der erste Eindruck ist positiv und mich begeistern ihre Partnerschaften mit Umweltschutzorganisationen, Möglichkeiten zu Sozialarbeiten und indianischem Kulturzentrum. Ich bin sehr gespannt wie schnell ich die Sprache erlerne und welche Kontakte ich bald knüpfen werde.
In Santiago de Chile wohne ich bei den Eltern meiner Spanischlehrerin, die also Chilenin ist und mich auch über die Kultur, Mentalität und Verhaltensregeln unterrichtet hat. Somit habe ich gar keinen Grund für den Abflug nervös zu sein, da ich gewiss an die richtige Adresse vermittelt worden bin. Zum ersten Mal werde ich somit Weihnachten in einem fremden Land (vielleicht ist es bis dahin nicht mehr fremd) und ich freue mich auf den Sprachaufenthalt in Santiago de Chile.
Über Neujahr reise ich vielleicht kurz nach Bolivien oder Paraguay um mich mit den MaZ-Freunden zu treffen. Wir MaZ'ler (Missionare auf Zeit) sind alles sozialbewusste junge Personen von 19 bis 30 Jahre alt. Die Steyler Missionare haben uns auf den Weg gesendet und unterstützen uns bei dem jährigen oder längeren Einsatz für die Armen, für den Frieden und zur Förderung des Verständnisses für andere Kulturen und Mentalitäten.
Mein Projekteinsatz hat eine Änderung erfahren. Da im Heim in Puerto Varas nur noch Mädchen wohnen, arbeite ich auf Wunsch meines Verantwortlichen im Knabenheim "Los tilos" in Osorno. Die Stadt mit ihren 115'000 Einwohnern liegt 100 km nördlich von Puerto Varas und 900 km südlich von Santiagio de Chile. (Die Adresse auf meiner Postkarte stimmt also nicht).
Nach dem Einsatz habe ich im 2007 vor Südamerika zu bereisen. Dann fahre ich über Argentinien nach Paraguay, Bolivien und weiter hoch bis Costa Rica. Ansonsten werde ich versuchen in einem Hostal in Chile Arbeit zu finden, um noch länger im Land leben zu können.
Aufgabe und Einsatz in Osorno
In Osorno sehe ich vor allem meine Aufgabe bei der Betreuung der Kinder. In erster Linie scheint es mir wichtig mich einfach einzuleben und schauen wie das Kinderheim bereits organisiert ist, bevor ich gross aktiv werde. Meistens funktionieren die Heime ja bereits gut und ich soll vor allem die Angestellten entlasten und meine Zeit den Kindern widmen. Ich bin sehr gespannt auf die neue Aufgabe mit den Kinder. Zudem kann ich vielleicht in der Stiftung in Puerto Varas - ihr gehören acht Kinderheime an - tätig sein und durch meine kaufmännische Erfahrung bei der Administration unterstützen.
Spendenkonto
Ich habe ein Spendenkonto eingerichtet, um allenfalls Interessierte eine Möglichkeit zu geben meine Arbeit in Osorno zu unterstützen. Das Konto wird ausschliesslich für ein sinnvolles Projekt, das den Kindern im Heim zugute kommt verwendet werden. Für die tatsächlich korrekte Verwendung bürge ich und werde dies auch mit meiner Bezugsperson in Puerto Varas absprechen.
Hier werde ich zudem genau dokumentieren, für was das Geld verwendet wird.
Momentaner Saldo: sFr. 1'400.50; Spendensumme: 2'681.50
Spenden kannst du einzahlen auf:
Raiffeisenbank Alpnach-Kerns-Sarnen
BC 81232, Kto.: 32584.43
lautend auf: Michael Hurschler, 6064 Kerns
Verwendungen Total sFr. 1'281.--:
Computación: sFr. 328.--
Gitarre: sFr. 6.--
Feier 18. Jahre Heim "Los tilos": sfr. 145.--
Ausleih Filme: sFr. 25.--
Ping-Pong: sFr. 18.--
Infrastruktur:
-Sparlampen: sFr. 8.--
-Bücher- und Pokalgestell: sFr. 510.--
-Handwerkliches (Verbrauchsmaterial Bohrer + Säge): sFr. 12.--
-Schneide Rasenmäher: sFr. 12.--
-Geschenke an Knaben: sFr. 7.--
-Musikreise nach Argentinien an Eduardo Castro (eines Knaben des Heimes) ermöglicht: sFr. 12.--
-Unterstützung des Weihnachtsbaumes vor dem Heim "Los tilos": sFr. 8.--
-Geschenke Mitarbeiter: sFr. 120.--
-Canopy (Seilgleiten) mit Jungs: sFr. 70.--